Freitag, 21. September 2018, 19.30 Uhr
Kulturscheune, Mühlengrund 1, 14548 Ferch

„Literatur am See“
Ingo Schulze liest aus „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“

Vom Waisenkind zum Millionär. Wie konnte das so schiefgehen? Mit raffinierter Leichtigkeit lässt der Autor seinen Helden die Selbstverständlichkeiten unserer Gesellschaft in Frage stellen.

Moderation: Doris Sossenheimer

Eintritt: 12 €

Peter Holtz will das Glück für alle und verachtet das Geld. Schon früh betreibt er dessen Abschaffung. Wieso kapiert keiner, was für ein Glück es ist, im Sozialismus zu leben? Er glaubt an den Kommunismus und nimmt ihn beim Wort, ebenso wie später das Christentum und die Versprechungen des Kapitalismus. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch der Lauf der Dinge ist anders. Sein Lebensprinzip ist die Selbstlosigkeit, die ihn jedoch zum reichen Mann macht. Da läuft doch etwas schief? Ingo Schulze hat einen großen Roman mit einem großen Augenzwinkern geschrieben und lässt mit raffinierter Leichtigkeit seinen Helden die Selbstverständlichkeiten unserer Gesellschaft in Frage stellen.

Ingo Schulze ist 1962 in Dresden geboren, studierte klassische Philologie in Jena und lebt in Berlin. Bereits sein Debüt „33 Augenblicke des Glücks“, 1995, war ein großer Erfolg, „Simple Storys“, 1998, ist inzwischen Schullektüre. Ingo Schulzes literarisches Werk ist in dreißig Sprachen übersetzt und mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet worden, zum Beispiel mit dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem Joseph-Breitbach-Preis. 2017 erhielt er für „Peter Holtz“ den Rheingauer Literatur Preis und sein Roman stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. 

copyright Gaby Gerster